S/4HANA – Transformation oder Notwendigkeit?

S/4HANA – Transformation oder Notwendigkeit?
veröffentlicht
7 Januar 2020
Die Weiterentwicklung des technologischen Wandels der von mittleren und großen Unternehmen eingesetzten Systeme verläuft wie im Flug. SAP hat sich dazu entschieden, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Also wurden Änderungen eingeführt, denen die Nutzer eine entscheidende und vor allem als sehr wünschenswerte Bedeutung beimessen.

Warehouse und Datenbank

SAP S/4HANA ist eine Komplettlösung für Unternehmen. Sie umfasst die SAP S/4-Anwendung und die HANA-Datenbank. Beide arbeiten auf Grundlage der SAP HANA-Plattform, die durch die Technologie der Verarbeitung von Datenbanken direkt im Speicher (In-Memory-Datenbank) unterstützt wird. Was ermöglicht diese Lösung? Eine unglaubliche Ausweitung an Möglichkeiten, eine große Menge an Daten zu analysieren. HANA speichert die Daten nicht auf Festplatten, sondern verarbeitet sie im Arbeitsspeicher mittels säulenförmiger Datensätze.

Das schafft natürlich neue Spielräume für Einsparungen im Unternehmen – die Optimierung der Effizienz bei der Erstellung solcher Berichte reduziert den administrativen Aufwand, so dass sie ohne die zusätzliche Beteiligung der IT-Abteilung erstellt werden können.

Ursprünglich arbeitete das System in der ECC-Version, während S/4HANA Cloud-Lösungen nutzt. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des Systems in Bezug auf Aufzeichnung, Informationserfassung und Berechnungen deutlich erhöht. Gleichzeitig werden alle Berichte auf der Basis einer Datenquelle erstellt. Wir können auf diese Quelle zurückgreifen oder uns zu jeder Phase der Verarbeitung darauf beziehen – eine Datenmanipulation ist somit ausgeschlossen. In der neuen Version des SAP-Systems gibt es eine Single Source of Truth, also eine einzige Quelle der Wahrheit. Sie wurde geschaffen, indem die Struktur der Daten aus den Modulen Fi, AA, CO, CO-PA in einer ACDOCA-Tabelle zusammengefasst wurde. Dadurch konnte die Datenmenge deutlich reduziert und damit wiederum die Geschwindigkeit des Systembetriebs erhöht werden.

Benutzerfreundliches SAP

Die offensichtlichste und meistgeschätzte Änderung in SAP S/4HANA ist die Schnittstelle SAP Fiori. Man kann sie als kleine Revolution bezeichnen, erlaubt sie doch die Nutzung des Systems nicht nur von einem festen Computer aus (wie das bisherige SAP Logon), sondern ist auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets verfügbar.

Auch in Bezug auf die intuitive Bedienung hat die Anwendung eine große Metamorphose durchlaufen. Sie zeigt sich bei Mechanismen, die einem Standardbenutzer vertrauter sind. Das Interface ist in einer gekachelten Form konstruiert, wodurch die Arbeit im System viel einfacher und komfortabler ist als beim vorherigen System (als es notwendig war, jeden neuen Benutzer in die Details der Bedienung einzuweisen). Es ist möglich, einen großen Pool von fertigen Anwendungen zu nutzen, die von SAP angeboten werden, wodurch es einfacher ist, die Nutzungsmöglichkeiten an die individuellen Bedürfnisse der Benutzer anzupassen.

Von entscheidender Bedeutung ist die Tatsache, dass die Anwendung SAP Fiori nicht nur eine Ergänzung, sondern ein integraler Bestandteil von SAP ist. Das bedeutet, dass wir keine zusätzliche Zeit benötigen, um uns mit dem System zu verbinden. Alle Aktivitäten werden in Echtzeit durchgeführt, wodurch wir Zeit sparen, um andere Prozesse zu optimieren.

Zusammengefasst: Transformation oder Notwendigkeit?

Es wurde offiziell bekannt gegeben, dass SAP die Entwicklung der Vorgängerversionen des Systems nach 2025 nicht mehr unterstützen wird. Besteht für Unternehmen in dieser Hinsicht ein Ausweg und können sich diese vor der Umstellung auf S/4HANA schützen? Vielleicht sollten wir uns vielmehr eine andere Frage stellen: Lohnt es sich nicht, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Umstellung auf S/4 sowieso zu einer Notwendigkeit werden wird, eben damit die Prozesse im Unternehmen bestmöglich zu optimieren, wodurch SAP S/4HANA zum Hauptwerkzeug einer Geschäftstransformation wird?

Bei der Umstellung handelt es sich um einen langfristigen (er kann sogar bis zu 12 Monate dauern) und ziemlich komplizierten Prozess. Es lohnt sich, sehr genau über die Wahl eines Partners nachzudenken, der Sie nicht nur durch alle Phasen führt, sondern vor allem in der Lage ist, Ihr Unternehmen ganz individuell zu betrachten und zu einem außergewöhnlichen Berater auf allen Ebenen der möglichen Optimierung zu werden.

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