IT-Outsourcing – Investition, Einsparung oder unnötige Kosten? Teil 1.

IT-Outsourcing – Investition, Einsparung oder unnötige Kosten? Teil 1.
veröffentlicht
14 Februar 2017
Übertragung von Verantwortung, Zugang zu Experten
„Wenn es etwas gibt, das wir nicht effizienter, billiger und besser machen können als unsere Konkurrenz, dann ergibt es keinen Sinn, das zu machen; dann sollten wir jemanden damit beauftragen, der das besser macht als wir.” – Henry Ford.

Übertragung der Verantwortung, Rationalisierung der Kosten, Zugang zu hochkarätigen Experten – das sind Argumente, die für das Outsourcing von IT-Prozessen durch Unternehmen sprechen.

Der Markt der Outsourcing-Dienstleistungen entwickelt sich beständig. Obwohl das Wachstum nicht mehr ganz so spektakulär ist, wie noch vor einigen Jahren, kann man immer noch von der Macht dieser Branche sprechen. Forschungen von Gartner zufolge wurden 2013 weltweit insgesamt 3673 Mio. Dollar für IT-Outsourcing ausgegeben, während für dieses Jahr ein Wachstum von 2,1 % und Ausgaben in Höhe von 3749 Mio. Dollar prognostiziert werden. Aus einer polnischen Untersuchung des Outsourcing-Marktes im Jahr 2013 geht hervor, dass am häufigsten folgende Dienstleistungen ausgelagert werden: Buchhaltung (70,25%), IT-Dienstleistungen (65,5%) sowie Personalwesen und Gehaltsabrechnung (63%). Die Delegierung dieser Bereiche an externe Unternehmen ist meistens auf den Wunsch zurückzuführen, die Ressourcen des Unternehmens auf dessen Haupttätigkeit zu konzentrieren und nicht Kräfte und Mittel in Nebenaufgaben, die allein der ordnungsgemäßen Funktion der Organisation dienen, zu vergeuden.

Outsourcing ist nicht als eine Mode zu erachten, die sich in ein paar Jahren ändern und in Vergessenheit geraten wird. Outsourcing ist eine Entscheidung, die in den nächsten Jahren alle Firmen, denen an einer innovativen Entwicklung ihrer grundlegenden Tätigkeit gelegen ist, ins Auge fassen müssen. In der oben genannten Untersuchung fand sich diese Tatsache von 85% der Unternehmen bestätigt.

Übertragung von Verantwortung

Die Tatsache, dass ein derart hoher Prozentsatz von Unternehmern das Entwicklungspotenzial des Outsourcing erkannt hat, lässt sich durch eine Analyse der mikro- und makroökonomischen Bedürfnisse erklären. Die gegenwärtige Marktsituation zwingt die Unternehmer geradezu, mutige und schnelle Maßnahmen zu ergreifen, um die Effizienz des Kerngeschäfts zu verbessern, sowie nach Möglichkeiten für Einsparungen und die Senkung der Betriebskosten zu suchen. Die wirtschaftliche Entwicklung, die Globalisierungsprozesse und die technische Evolution treiben das Wachstum des Outsourcing voran. Unternehmen müssen, wenn sie mit den ständig steigenden Anforderungen von Verbrauchern und Kunden mithalten können wollen, ihre Produkte und Dienstleistungen ständig modernisieren und deren Wettbewerbsfähigkeit gewährleisten. In diesem Kontext können fortschrittliche IT-Systeme, die ständige Überwachung erfordern – sowohl in technischer Hinsicht (z.B. um Überlastungen zu vermeiden und schnelle Funktion zu gewährleisten) als auch in funktionaler Hinsicht (im Hinblick auf die Modernisierung der Systeme, die sich zusammen mit dem Unternehmen entwickeln müssen) – die Entwicklung unterstützen. Untersuchungen des Outsourcing-Marktes zufolge besteht der von den Managern am häufigsten genannte Vorteil des IT-Outsourcing in der Fluidität der technologischen Unterstützung – 94,45% der Unternehmer setzten sie an die erste Stelle. Die Befragten betonen, dass die Entscheidung für die Nutzung von Outsourcing-Dienstleistungen hauptsächlich durch finanzielle Vorteile und die Möglichkeit der Kostenreduzierung sowie der Gewährleistung der Sicherheit der Firma und optimaler Geschäftsabläufe motiviert ist. Aber was im Zusammenhang mit der Übergabe der Prozesse an einen externen Anbieter am meisten geschätzt wird, ist, dass damit die Verantwortung für die gesamte IT-Struktur auf den Unterauftragnehmer übertragen werden kann.

Experten sind Gold wert

In Bezug auf die Beschäftigung eines internen Teams von IT-Experten muss eine Organisation nicht nur offensichtliche Kosten erwägen, wie die damit verbundenen Gehälter, Rekrutierungsprozesse und Verwaltungsaufgaben, sondern muss auch Aspekte hinsichtlich der Betreuung der Mitarbeiter in der Firma und der Steigerung ihrer Kompetenzen in Betracht ziehen. In einer Zeit, in der IT-Fachleute keine Probleme haben, Arbeit zu finden – werden doch IT-Experten ständig von Headhuntern und den Arbeitgebern selbst gesucht – sind attraktive Arbeitsbedingungen, die Möglichkeit der beruflichen Entwicklung sowie diverse Bonusse Standard. Die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter parallel zur Evolution der internen Systeme des Unternehmens, der IT-Infrastruktur sowie des Marktes und der Geschäftsanforderungen ist nicht billig. Darüber hinaus kann die Beschäftigung eines eigenen Expertenteams Ausfälle wegen Krankheit oder Urlaub mit sich bringen. Auch erfordert die Einarbeitung neuer Mitarbeiter Zeit, ohne die Garantie, dass sie sich bewähren und die Erwartungen erfüllen werden, bzw. dass sie sich auf längere Zeit an das Unternehmen binden wollen. Hinzu kommt, dass die Diversität der IT-Branche, die sich ständig ändernden Technologien und die Notwendigkeit einer komplexen Lösung für komplizierte Probleme besondere Kompetenzen erfordern. Man kann nicht davon ausgehen, dass eine IT-Abteilung mit einigen Mitarbeitern in der Lage sein wird, die umfassende Betreuung der IT-Systeme zu gewährleisten – darum empfiehlt es sich in diesem Fall, sich doch lieber auf die spezialisierten und umfangreichen Ressourcen einer externen Firma zu verlassen. Dem oben erwähnten Bericht zufolge betonen 89,95% der Unternehmer den Zugang zu Fachwissen und Know-how als einen gewichtigen Vorteil des Outsourcing.

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