Für Unternehmen in der Zuliefersparte der Automobilindustrie – von Blech- und Polsterherstellern bis hin zu Lieferanten hochkomplexer elektronischer Komponenten – hängt der Erfolg häufig von der Fähigkeit ab, sich schnell an wechselnde Kundenanforderungen anzupassen und zugleich die Rentabilität der Aufträge sicherzustellen. In einem solchen Umfeld sind effiziente Systeme für das Fertigungs-, Logistik- und Finanzmanagement nicht mehr bloß eine Option, sondern werden vielmehr zum Fundament der Geschäftsstrategie.
Insbesondere in solchen Momenten ist es von entscheidender Bedeutung, einen Partner an seiner Seite zu wissen, der nicht nur die spezifischen Anforderungen der Branche versteht, sondern auch in der Lage ist, IT-Lösungen zu entwickeln und zu implementieren, die das Geschäftswachstum tatsächlich unterstützen. Hicron bietet genau diese Unterstützung, basierend auf unserer zwanzigjährigen Erfahrung auf dem polnischen und internationalen Markt. Unser technologisch ausgereifterer Ansatz, gestützt auf die Mitwirkung an unzähligen Projekten für die Automobilindustrie, macht uns zu einer naheliegenden Wahl für alle Unternehmen, die sich den Herausforderungen des modernen Automobilmarktes stellen wollen.
In diesem Artikel werden die tatsächlichen Herausforderungen dargestellt, denen sich europäische Hersteller von Fahrzeugteilen gegenübersehen, sowie die Art und Weise, wie fortschrittliche IT-Lösungen – insbesondere SAP S/4HANA – diese Unternehmen dabei unterstützen können, sich eine stabile Position auf einem anspruchsvollen Markt aufzubauen und diese auch zu behaupten.
Die größten Herausforderungen für die Automobilzulieferbranche
Druck zur Senkung der Produktionskosten
OEM-Hersteller üben konsequent Druck auf ihre Zulieferer aus, damit diese ihre Preise kontinuierlich optimieren. In einer Branche, in der sich die Margen auf einem historischen Tiefstand befinden, wirkt sich, auch wenn die Umsätze hoch sein sollten, jede prozentuale Kostensenkung unmittelbar auf die Rentabilität der Aufträge aus.
Das Problem wird dadurch noch verschärft, dass die Preise in der Automobilindustrie oft nicht mit der Inflation mitwachsen – es kommt sogar vor, dass sie sinken. Die dynamische Entwicklung moderner Fertigungstechnologien und die Möglichkeit, die Kosten erheblich zu senken, führen dazu, dass OEMs immer höhere finanzielle Anforderungen an ihre Zulieferer stellen. Infolgedessen müssen gerade europäische Hersteller in jedem Geschäftsbereich nach Einsparmöglichkeiten suchen: von der Produktionsplanung über die Logistik bis hin zu den Verwaltungsprozessen. Die Einsparungen betreffen oft auch die Beschäftigung. Diese ernste Lage auf dem Markt für Automobilteile zwingt Unternehmer häufig dazu, die Zahl der Arbeitsplätze zu reduzieren. In den Jahren 2024 und 2025 haben europäische Unternehmen der Zuliefersparte insgesamt 104.000 Arbeitsplätze abgebaut[1].
Fragmentierte IT-Systeme, fehlende einheitliche Fertigungsdaten sowie manuelle Buchhaltungs- und Logistikprozesse verursachen zusätzliche Betriebskosten und erhöhen zugleich das Fehlerrisiko. In einem Umfeld, in dem jeder Produktionsausfall oder jede Lieferverzögerung zu hohen Vertragsstrafen führen kann, reichen solche Lösungen nicht mehr aus.
Langsameres Wachstum der Nachfrage im EV-Bereich als erwartet
In den letzten Jahren haben europäische Zulieferer enorme Summen in die Entwicklung von Komponenten für Elektrofahrzeuge investiert, da sie von einem dynamischen Wachstum des EV-Marktes ausgegangen sind. Die Realität hat sich jedoch als völlig anders herausgestellt. Die Umstellung auf Elektroautos verläuft in Europa deutlich langsamer, als dies prognostiziert wurde. Dieses Phänomen, in der Branche als „EV Slowdown“ bezeichnet, setzt die Zulieferer, die hohe Umstellungskosten zu tragen hatten, unter enormen Druck, da die Nachfrage nach ihren neuen Produkten nicht das erwartete Niveau erreichen konnte. Die Folgen sind ein Überangebot an Produktionskapazitäten im EV-Segment bei gleichzeitig anhaltender, wenn auch rückläufiger Nachfrage nach Komponenten für Verbrennungsmotoren. Ein Beispiel hierfür ist der Konzern ZF Friedrichshafen, der den Abbau von 14.000 Arbeitsplätzen angekündigt hat, darunter auch in seiner Abteilung für elektrische Antriebe, während es gleichzeitig zu einem Anstieg der Bestellungen für Hybrid- und Verbrennungsmotorkomponenten gekommen ist[2]. Diese Unsicherheit in Hinblick auf die Geschwindigkeit der Transformation macht es den Zulieferern unmöglich, langfristige Investitionsentscheidungen zu treffen.
Konkurrenz aus den asiatischen Märkten
Die stetig steigenden Importe billigerer Teile aus China stellen eine ernsthafte Bedrohung für europäische Zulieferer dar. Schätzungen zufolge könnten bis zum Jahr 2030 bis zu 8 europäische Produktionsstätten für Fahrzeugteile geschlossen werden. Infolgedessen wird der europäische Markt jährlich 1 bis 2 Millionen Fahrzeuge weniger produzieren, wobei diese Lücke dann durch Fahrzeuge chinesischer Marken ausgeglichen werden wird[3]. Asiatische Hersteller bieten immer bessere Qualität zu wesentlich niedrigeren Preisen an, was dazu führt, dass OEMs weitaus häufiger die Entscheidung treffen, den Lieferanten zu wechseln, oder aber restriktivere Bedingungen mit ihren derzeitigen europäischen Partnern aushandeln. Das Interesse an Fahrzeugen chinesischer Hersteller wächst weiterhin, was bedeutet, dass Käufer immer häufiger zu Fahrzeugen genau dieser Marken tendieren. Ein Beleg dafür ist die Tatsache, dass im Jahr 2025 in der Europäischen Union bis zu 6 % der verkauften Autos aus chinesischer Produktion stammten[4].
Auch wenn der Zustrom von Fahrzeugen und Autoteilen aus China bisweilen über die europäischen Regulierungsstandards hinausgeht, zwingen der Preisdruck und die Verfügbarkeit alternativer Bezugsquellen die europäischen Zulieferer dazu, ihre betriebliche Effizienz zu steigern, ist dies doch der einzige Weg, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
[1] One in four European automotive suppliers bracing for losses in 2026, CLEPA survey reveals, CLEPA, 23.03.2026, https://www.clepa.eu/pulse-check/one-in-four-european-automotive-suppliers-bracing-for-losses-in-2026-clepa-survey-reveals/, [Zugriff: 02.04.2026].
[2] ZF shifts strategy as hybrid demand eases debt pressure, Just Auto, 23.01.2026, https://www.just-auto.com/news/zf-shifts-strategy-hybrid-demand-eases/?utm_campaign=em_0302&cf-view&cf-view, [Zugriff: 02.04.2026].
[3] Dekarbonizacja i Chiny zmieniają reguły gry. Europejska motoryzacja na rozdrożu, Polski Przemysł, 24.01.2026, https://polskiprzemysl.com.pl/chinscy-producenci-samochodow-rosna-w-europie/, [Zugriff: 02.04.2026].
[4] Economic and Market Report: Global and EU auto industry – First half of 2025, ACEA, 24.09.2025, https://www.acea.auto/publication/economic-and-market-report-global-and-eu-auto-industry-first-half-of-2025/ [Zugriff: 02.04.2026].

Fortwährender Anstieg der Energiekosten
Für europäische Automobilzulieferer, von denen viele zu energieintensiven Branchen zu zählen sind (Stahlwerke, Gießereien oder Kunststoffverarbeiter), stellen die Energiekosten einen der ausschlaggebenden Wettbewerbsfaktoren dar. Im Gegensatz zu China oder den Vereinigten Staaten hat Europa mit dauerhaft höheren Strom- und Gaspreisen zu kämpfen, was sich unmittelbar in höheren Fertigungskosten für die Komponenten niederschlägt. Die Situation wird durch die geopolitische Instabilität zusätzlich verschärft. Derzeit ist ein enormer Anstieg dieser Kosten zu beobachten, der durch die Eskalation der Konflikte in den Ländern am Persischen Golf und auf der Arabischen Halbinsel hervorgerufen wird. Die angespannte Lage in diesen Regionen hat zu weiteren Preisanstiegen bei den Energierohstoffen und zu Störungen oder gar Unterbrechungen in den Lieferketten geführt. Als Reaktion darauf fordert die CLEPA entschlossene Maßnahmen auf EU-Ebene, darunter eine Senkung der Energiekosten, um eine weitere Erosion der europäischen Produktionsbasis zu verhindern[5]. Hohe Preise für Strom, Gas und Öl führen dazu, dass europäische Fabriken gegenüber ihren asiatischen Konkurrenten an Wettbewerbsfähigkeit einbüßen, was die Entscheidungen der OEMs zur Verlagerung der Produktion weiter vorantreibt.
Entlassungen bei gleichzeitigem Mangel an ausreichend qualifizierten Arbeitskräften
Paradoxerweise besteht in der Automobilzulieferindustrie, in der in den letzten zwei Jahren über 100.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden, weiterhin ein Mangel an ausreichend qualifizierten Arbeitskräften, was also nach wie vor eine der größten Herausforderungen darstellt. Dieses Problem ist zweierlei Natur. Einerseits haben Unternehmen Schwierigkeiten, Mitarbeiter für die klassischen Produktions- und Servicerollen zu finden – wie Berichte aus Deutschland oder Großbritannien zeigen, wo Branchenverbände vor einem zunehmenden Arbeitskräftemangel warnen. Andererseits hat der Wandel hin zu softwardefinierten Fahrzeugen (SDV) und Elektromobilität eine enorme Nachfrage nach Softwareingenieuren, Batteriespezialisten und Elektronikexperten ausgelöst, an denen es auf dem europäischen Markt sowieso schon mangelt[6]. Diese Qualifikationslücke erschwert es den Anbietern, neue, margenstarke Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Wie die Analysten von S&P Global hervorheben, werden Investitionen in die Personalentwicklung und in Innovationen für das Überleben von entscheidender Bedeutung sein[7].
Immer strengere regulatorische Anforderungen
Die Automobilzulieferer in Europa müssen sich mit einem immer dichter werdenden Netz von EU-Vorschriften arrangieren, was die Arbeitskosten und die Komplexität der Geschäftstätigkeit der Unternehmen deutlich in die Höhe treibt. Die größte Herausforderung besteht im Übergang von einer linearen hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Die Novellierung der ELV-Richtlinie (End-of-Life Vehicles) und die Batterieverordnung verpflichten die Zulieferer dazu, Komponenten so zu entwickeln, dass sie später zurückgebaut und recycelt werden können[8]. Parallel dazu steht die Branche im Zuge der EU-Chemikalienstrategie vor einer Revolution im Bereich der Materialwirtschaft. Die vorgeschlagenen Beschränkungen für die gesamte Gruppe der PFAS-Stoffe (sogenannte „ewige Chemikalien“) stellen eine unmittelbare Herausforderung für Hersteller von Dichtungen, Schläuchen und Beschichtungen dar und führen zur Notwendigkeit, kostenintensive Nachforschungen nach Ersatzstoffen anzustellen[9]. Hinzu kommt der wachsende Druck auf die Transparenz der Lieferketten (einschließlich der Meldepflicht an die SCIP-Datenbank[10]) sowie verschärfte Abgasnormen[11]. Für kleinere Zulieferer wird es zu einer erheblichen administrativen und finanziellen Belastung, allein schon mit den Änderungen in den Vorschriften Schritt halten zu können und die Konformität der Komponenten sicherzustellen.
Verlagerung der Produktion außerhalb Europas
Der Trend zur Verlagerung von Produktionsstätten in Länder mit niedrigeren Arbeitskosten, wie die Mittel- und Osteuropäischen Länder, Marokko oder weitere Regionen Nordafrikas, stellt eine weitere strukturelle Herausforderung für die europäische Automobilindustrie dar.
OEMs verlagern ihre Produktion immer häufiger dorthin, wo die Kosten niedriger sind und zugleich eine relative Nähe zu den Hauptabsatzmärkten gewahrt werden kann. Für lokale Lieferanten bedeutet dies einen Rückgang der Aufträge, den Verlust vertraglicher Sicherheit und die Notwendigkeit, ihre Lieferketten neu zu organisieren.
In diesem Zusammenhang werden die Fähigkeiten, den Geschäftsbetrieb schnell skalieren zu können, Produktionsstrukturen an mehreren Standorten zu verwalten sowie eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und Prozesskonsistenz zu gewährleisten, zu entscheidenden Faktoren für die Marktposition.
Finanzierungsbedarf für die Transformation bei niedrigen Margen
Die vielleicht größte Herausforderung für europäische Automobilzulieferer besteht darin, die kostspielige Transformation in einer Zeit finanzieren zu müssen, in der ihre Rentabilität auf einem historischen Tiefstand liegt. Laut der jüngsten Umfrage CLEPA Pulse Check rechnen 76 % der Unternehmen für 2026 mit einer Marge von unter 5 %, was allgemein als absolutes Minimum angesehen wird, um Investitionen in Innovationen und Produktionskapazitäten überhaupt aufrechterhalten zu können. Schlimmer noch: 24 % der Zulieferer prognostizieren für dieses Jahr sogar einen Verlust. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 15 %, die noch im Herbst 2025 verzeichnet wurden. Bei derart niedrigen Margen sind die Unternehmen nicht in der Lage, ausreichende Eigenmittel zur Finanzierung der Forschung an neuen Technologien (Batterien, Elektronik oder Software) aufzubringen, und haben zugleich aufgrund des als hoch eingeschätzten Branchenrisikos nur begrenzten Zugang zu Fremdkapital. Verschärft wird die Situation durch die Tatsache, dass herkömmliche, profitable Segmente (Komponenten für Verbrennungsmotoren) schneller schrumpfen, als sich neue entwickeln, was die Zulieferer dazu zwingt, drastische Einsparungen vorzunehmen oder sich in andere Sektoren wie die Rüstungsindustrie zu diversifizieren[12].
Kernbereiche der Unterstützung für Automobilzulieferer
Eine wirkungsvolle Unterstützung für die Branche der Automobilzulieferer erfordert eine Konzentration auf die wichtigsten operativen Bereiche, die sich unmittelbar auf die Kosten, die Reaktionsgeschwindigkeit auf Veränderungen und die Qualität der Zusammenarbeit mit den OEMs auswirken. Wir bei Hicron verstehen die Herausforderungen, denen sich Automobilzulieferer heutzutage stellen müssen, ganz genau. Deshalb haben wir ein umfassendes Angebot ausgearbeitet, das den Anforderungen dieser anspruchsvollen Branche gerecht wird. Unsere Lösungen helfen Unternehmen dabei, dem Marktdruck standzuhalten und sich zugleich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Bei Hicron handelt es sich nicht nur um einen Technologieanbieter, sondern vor allem um einen strategischen Partner bei der Transformation. In den schwierigen Zeiten, in denen OEMs immer höhere Anforderungen stellen, unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihr Geschäft abzusichern und sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Wir verbinden fundierte Branchenkenntnisse mit fortschrittlichem technologischem Know-how und liefern Lösungen, mit denen nicht nur Prozesse optimiert werden, sondern auch die Margen und die operative Stabilität unserer Kunden gewahrt bleiben.
Unser Angebot deckt die Schlüsselbereiche ab, die den größten Einfluss auf den Erfolg von Automobilzulieferern haben. Mit unserer Erfahrung in Transformationsprojekten wissen wir, wie man Systeme konzipiert und implementiert, mit denen sich Produktionsstabilität, betriebliche Flexibilität und finanzielle Effizienz steigern lassen. Im Folgenden stellen wir diejenigen Bereiche vor, in denen unsere Teams Kunden unterstützen und Lösungen bereitstellen, die auf die Spezifika der Automobilindustrie zugeschnitten sind.
Fertigung und Planung: Flexibilität im Angesicht von Schwankungen
Das Produktionsumfeld in der Automobilindustrie ist durch eine hohe Volatilität der Nachfrage und ständige Änderungen der Anforderungen durch die OEMs in Bezug auf Teilversionen, Lieferpläne oder technische Spezifikationen geprägt. Herkömmliche Produktionsplanungssysteme, die auf statischen Prognosen und manueller Koordination basieren, sind dabei nicht in der Lage, mit diesem Tempo der Veränderungen Schritt zu halten.
SAP S/4HANA bietet fortschrittliche Mechanismen für die operative Planung wie Sales & Operations Planning (S&OP) oder Material Requirements Planning (MRP), die Absatzprognosen mit den tatsächlichen Kapazitätsgrenzen abgleichen.
Dadurch stützt sich die Planung auf aktuelle Daten und nicht auf historische Prognosen, was folgende Vorteile bietet:
- kürzere Reaktionszeiten auf Änderungen bei OEM-Aufträgen,
- bessere Abstimmung der Produktionskapazitäten auf die tatsächlichen Volumina – ohne Überstunden und Stillstandzeiten,
- lückenlose Nachverfolgung der Produktionskosten auf Auftrags-, Projekt- oder Teilenummernebene.
[5] One in four European automotive suppliers bracing for losses in 2026, CLEPA survey reveals, CLEPA European Association of Automotive Suppliers. 23.03.2026, https://www.clepa.eu/pulse-check/one-in-four-european-automotive-suppliers-bracing-for-losses-in-2026-clepa-survey-reveals/, [Zugriff: 02.04.2026].
[6] Rejestr SCIP. Obowiązek zgłoszenia produktów zawierających substancje potencjalnie niebezpieczne do europejskiej agencji chemicznej, Grochowski Błażej, PARP Grupa PFR, 17.06.2021, https://www.een.org.pl/component/content/article/71664:rejestr-scip-obowiazek-zgloszenia-produktow-zawierajacych-substancje-potencjalnie-niebezpieczne-do-europejskiej-agencji-chemicznej, [Zugriff: 02.04.2026].
[7] EHS trends shaping 2026: Key EU regulatory developments, Managò Diletta, Enhesa, https://www.enhesa.com/resources/article/ehs-trends-eu-2026/, [Zugriff: 02.04.2026].
[8] Why automotive industry restructuring will intensify in 2026, Henry Ian, ams, 10.02.2026, https://www.automotivemanufacturingsolutions.com/strategy/why-automotive-industry-restructuring-will-intensify-in-2026/2605552, [Zugriff: 02.04.2026].
[9] Circular economy: deal on new EU rules for the automotive sector, European Parliment, 12.12.2025, https://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20251209IPR32114/circular-economy-deal-on-new-eu-rules-for-the-automotive-sector, [Zugriff: 02.04.2026].
[10] Automotive Suppliers Outlook for 2025: Trends and Challenges, Beecham Matthew, S&P Global, 14.01.2025, https://www.spglobal.com/automotive-insights/en/blogs/2025/01/automotive-suppliers-outlook-2025-trends-and-challenges, [Zugriff: 02.04.2026].
[11] One in four European automotive suppliers bracing for losses in 2026, CLEPA survey reveals, CLEPA European Association of Automotive Suppliers. 23.03.2026, https://www.clepa.eu/pulse-check/one-in-four-european-automotive-suppliers-bracing-for-losses-in-2026-clepa-survey-reveals/, [Zugriff: 02.04.2026].
[12] Euro 7 emission standards set to redefine the auto brakes market, Parekh Nishant, S&P Global, 06.03.2026, https://www.spglobal.com/automotive-insights/en/blogs/2026/03/euro-7-emission-standards-auto-brakes-market, [Zugriff: 02.04.2026].

Logistik und Lagerhaltung: vollständige Transparenz in Echtzeit
In der Automobilindustrie, in der die Modelle JIT (Just-in-Time) und JIS (Just-in-Sequence) dominieren, muss die Logistik nahezu fehlerfrei funktionieren. Jede Verzögerung, jeder Fehler bei der Kommissionierung oder jedes fehlende Teil kann die Produktionslinie des Kunden zum Stillstand bringen und hohe Vertragsstrafen seitens der OEMs nach sich ziehen.
Das Modul SAP EWM (Extended Warehouse Management) gewährleistet vollständige Transparenz über Lagerbestände, Chargenstandorte und Warenbewegungen in Echtzeit.
Durch die Automatisierung der Lagerprozesse wird Folgendes ermöglicht:
- fortlaufende Verfolgung des Standorts von Komponenten und Endprodukten,
- Reduzierung von Kommissionierfehlern und logistischen Reklamationen,
- Unterstützung komplexer Szenarien in den Bereichen Cross-Docking, Konsignationslagerhaltung und VMI (Vendor Managed Inventory).
Es ist anzumerken, dass für viele Hersteller von Automobilteilen eine vollumfängliche Implementierung von SAP EWM aus wirtschaftlicher Sicht möglicherweise nicht gerechtfertigt ist. In solchen Fällen stellt das Modul Stock Room Management eine sinnvolle Alternative dar, da es solide Logistikfunktionen bei geringeren Implementierungs- und Wartungskosten bietet.
Qualität und Rückverfolgbarkeit: Vollständige Kontrolle über die Prozesse
Rückverfolgbarkeit ist in der Automobilindustrie nicht nur eine Anforderung bei Audits, sondern vor allem eine grundlegende Absicherung für den Fall von Qualitätsproblemen, die zu kostspieligen Produktionsausfällen oder einem Vertrauensverlust bei den Kunden führen können. OEM-Hersteller erwarten von ihren Lieferanten vollständige Transparenz in den Prozessen, was bedeutet, dass die Ursache eines Problems schnell ermittelt, seine Ursachen bestimmt und der Umfang möglicher Abhilfemaßnahmen genau festgelegt werden können. In einem Umfeld, in dem jede Minute Verzögerung hohe Vertragsstrafen nach sich ziehen kann, werden gut konzipierte Qualitätsprozesse zur Grundlage für operative Stabilität und eine langfristige Zusammenarbeit mit dem jeweiligen OEM.
Gut konzipierte Qualitätsprozesse in SAP S/4HANA machen Folgendes möglich:
- Rückverfolgung der Herkunft von Komponenten und Produktionschargen in jeder Phase des Prozesses,
- Verknüpfung von Qualitätsdaten mit bestimmten Chargen, Aufträgen und Seriennummern,
- schnelle Ermittlung des Umfangs einer potentiellen Servicekampagne oder Reklamation.
Zusammenarbeit mit OEMs: Standardisierung der elektronischen Kommunikation
Jeder OEM-Hersteller hat seine eigenen Standards für die elektronische Kommunikation, die als Elektronischer Datenaustausch (Electronic Data Interchange – EDI) bezeichnet werden, also Anforderungen an die Kennzeichnung und die Formate von Lieferdokumenten. Die Verwaltung dieser vielfältigen Anforderungen ohne entsprechende Systemunterstützung verursacht hohe Verwaltungskosten und erhöht zugleich das Risiko formaler Fehler.
SAP S/4HANA lässt sich in EDI-Systeme von OEMs integrieren und gewährleistet so einen reibungslosen Austausch von Bestellungen, Prognosen und Lieferavisen.
In der Praxis bedeutet dies:
- die Konfiguration des EDI in Übereinstimmung mit den Anforderungen der jeweiligen Empfänger,
- die Unterstützung verschiedener Etikettenformate, RFID-Tags und Verpackungsanforderungen,
- die Verringerung formaler Fehler und Auseinandersetzungen über die Konformität der Lieferungen.
Finanzen und Controlling: Kostentransparenz als Entscheidungsgrundlage
In dem für die moderne Automobilindustrie typischen Umfeld mit geringen Margen und stark schwankenden Auftragsvolumina ist es von entscheidender Bedeutung, über präzise und aktuelle Informationen zu Produktionskosten, Rentabilität von Verträgen und Finanzströmen zu verfügen. Die Hersteller in dieser Branche erwarten von den Automobilzulieferern die Bereitstellung sehr genauer Daten zu diesen Aspekten.
Ein gut integriertes Controlling in SAP S/4HANA ermöglicht Folgendes:
- transparente Kostenabrechnung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg,
- Einschätzung der Rentabilität einzelner Verträge mit OEMs, Projekte oder Produktlinien,
- finanzielle Entscheidungen auf der Grundlage von Datenanalysen, die mit dem tatsächlichen Produktionsstatus synchronisiert werden.
Zusätzliche Analysetools wie beispielsweise SAP Analytics Cloud bieten Ad-hoc-Zugriff auf wichtige Kennzahlen, wodurch eine schnelle Reaktion auf Veränderungen der Finanzlage ermöglicht wird.

Flexibilität von SAP S/4HANA im sich wandelnden Automobilmarkt – Hicron zeigt die beste Strategie auf
Hersteller von Automobilkomponenten können zwischen zwei Implementierungsszenarien für SAP S/4HANA wählen: eine komplett neue Implementierung (Greenfield) oder eine Konvertierung (Brownfield). Die Wahl hängt von den derzeitigen Systemen, ihrer Integration und den geschäftlichen Zielen ab, wobei Hicron seine Kunden bei dieser Entscheidung unterstützt, indem wir ihre Anforderungen und Strategien analysieren.
Der Aufbau eines Systems von Grund auf (Greenfield) ist die ideale Strategie für Unternehmen mit fragmentierten, nicht standardisierten IT-Lösungen. Er ermöglicht eine vollständige Standardisierung der Prozesse, die Implementierung von branchenspezifischen Best Practices (beispielsweise JIT/JIS, Rückverfolgbarkeit) und die Einrichtung eines flexiblen Systems, das für zukünftige Veränderungen gerüstet ist. Dabei handelt es sich um eine Investition in einen langfristigen operativen Vorteil, wobei Hicron umfassende Unterstützung bietet – vom Prozessdesign bis zur Implementierung.
Bei einer Konvertierung (Brownfield) wird das bestehende System SAP ECC unter Beibehaltung der Konfigurationen und der Daten auf S/4HANA migriert. Dies ist die beste Lösung für Unternehmen, die ihre Systeme modernisieren möchten, ohne den laufenden Betrieb unterbrechen zu müssen. Hicron unterstützt einen reibungslosen Übergang, minimiert das operative Risiko und zeigt Optimierungsmöglichkeiten auf. Dadurch erhalten Kunden Zugang zu neuen Funktionen wie Fiori, Embedded Analytics oder IoT, ohne dafür die gesamte Geschäftslogik umgestalten zu müssen.
Die Automatisierung von Prozessen wie Logistik oder Produktionsplanung ist der Schlüssel zu Kostensenkung und Effizienzsteigerung. SAP S/4HANA ermöglicht unter anderem eine bessere Anpassung der Fertigung an die Nachfrage, die Vermeidung von Fehlern und die Senkung der Lagerkosten. Hicron unterstützt als strategischer Partner seine Kunden bei der Konzeption und Implementierung von Lösungen, die konkrete geschäftliche Vorteile mit sich bringen.
Darüber hinaus sorgt die Implementierung im Public-Cloud-Modell für eine erhebliche Senkung der IT-Kosten und besser kalkulierbare Ausgaben. Hicron berät Sie bei der Auswahl des optimalen Lizenz- und Infrastrukturmodells, das auf die spezifischen Anforderungen der Automobilindustrie zugeschnitten ist.
In jedem Szenario fungiert Hicron als geschäftlicher Berater und verbindet technologisches Know-how mit einem tiefgreifenden Verständnis für die Branche. Unsere Erfahrung mit SAP-S/4HANA-Projekten in der Automobilindustrie ermöglicht es uns, Systeme zu entwickeln, mit denen Automobilzulieferer die Stabilität ihrer Produktion, ihre betriebliche Flexibilität und ihren Wettbewerbsvorteil sichern können.
Warum Sie Hicron als bewährten und zuverlässigen Partner für Ihre Transformation als Automobilzulieferer wählen sollten
Die Wahl des richtigen Technologiepartners ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Systemtransformation und zur Maximierung der Kapitalrendite. Hicron zeichnet sich durch fundierte Kenntnisse der Automobilindustrie, Erfahrung mit Projekten an mehreren Standorten sowie ein Nearshore-Modell aus, was eine enge Betreuung und reibungslose Kommunikation mit den Kundenteams gewährleistet. Dadurch verstehen wir die Realitäten von JIT/JIS, den Termindruck und die hohen Qualitätsanforderungen, sodass wir uns von Anfang an auf konkrete geschäftliche Herausforderungen konzentrieren können.
Unsere auf SAP S/4HANA basierenden Lösungen vereinen Stabilität mit Flexibilität und ermöglichen eine schnelle Anpassung an die sich ständig ändernden Anforderungen der OEMs. Wir bieten umfassenden AMS-Support, entwickeln maßgeschneiderte Anwendungen und Innovationen, mit denen sich die betriebliche Effizienz und die Vorhersehbarkeit von Prozessen verbessern lassen. Dank unserer Erfahrung mit Projekten auf der ganzen Welt sind wir in der Lage, Lösungen standortübergreifend zu skalieren, wobei wir lokale Gegebenheiten berücksichtigen und gleichzeitig die Konsistenz von Prozessen und Berichterstattung gewährleisten.
Bei Hicron handelt es sich um einen Partner, der nicht einfach nur Technologie implementiert, sondern auch das Geschäftsmodell des Kunden, sein Marktumfeld und seine langfristigen Ziele analysiert. Wir bieten wirtschaftlich fundierte Lösungen an, mit denen sich die Produktionsstabilität und die Flexibilität der Systeme sichern lassen und die es ermöglichen, Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Unser Ansatz umfasst sowohl die Entwicklung zukunftsfähiger Systeme als auch deren Wartung, was eine kontinuierliche Prozessoptimierung ermöglicht.
Mit unserem hauseigenen Team Software House liefern wir maßgeschneiderte Lösungen, darunter Innovationen wie jene, die in unserem Hicron Innovation Lab entwickelt werden und mit denen sich die Datenverwaltung in Umgebungen mit mehreren Systemen vereinfachen lässt. Die Zusammenarbeit mit Hicron ist die Garantie für eine strategische Partnerschaft, in der Technologie die Umsetzung operativer und finanzieller Ziele unterstützt, anstatt zum reinen Selbstzweck zu werden.
Möchten Sie erfahren, wie wir auch Ihre Organisation angesichts wachsender Herausforderungen unterstützen können? Dann kontaktieren Sie uns einfach – wir helfen Ihnen dabei, unter sicheren und stabilen Bedingungen schnellstmöglich geschäftliche Ergebnisse zu erzielen.
Quellen:
- https://www.enhesa.com/resources/article/ehs-trends-eu-2026/
- https://www.een.org.pl/component/content/article/71664:rejestr-scip-obowiazek-zgloszenia-produktow-zawierajacych-substancje-potencjalnie-niebezpieczne-do-europejskiej-agencji-chemicznej
- https://www.spglobal.com/automotive-insights/en/blogs/2026/03/euro-7-emission-standards-auto-brakes-market