6 Mythen über die Arbeit in der IT-Branche

6 Mythen über die Arbeit in der IT-Branche
veröffentlicht
25 Juni 2018
geschrieben von
Joanna Jankowska
Um die IT-Branche ranken sich zahlreiche Legenden. Heute wollen wir versuchen, mit den häufigsten Mythen aufzuräumen, die mit der Arbeit in diesem Sektor verbunden sind. Was entspricht der Wahrheit und was nicht?

1. Die IT-Branche ist eine Männerdomäne

Es stimmt, dass es sich bei den meisten in der Branche tätigen Fachkräften um Männer handelt. Laut Eurostat machten sie 2017 in Polen 85 % aller IKT-Fachkräfte (Informations- und Kommunikationstechnologie) aus. Die Zahl der Frauen, die in der Branche eine Beschäftigung finden, steigt jedoch von Jahr zu Jahr. Frauen interessieren sich zunehmend für moderne Technologien, haben Freude am Programmieren und wählen anspruchsvolle Studienfächer wie Informatik, Elektrotechnik oder Telekommunikation.

Um Frauen für diese Branche zu gewinnen, werden immer mehr Initiativen ins Leben gerufen, die darauf abzielen, die Stereotypen zu durchbrechen und die berufliche Laufbahn von Frauen im IT-Bereich zu fördern. Für den Arbeitgeber bedeutet dies zusätzliche Vorteile, denn Fachleute der sogenannten Weichen HR weisen darauf hin, dass sich gemischte Teams durch eine höhere Effizienz auszeichnen.

2. Der Computer ist der beste Freund des IT-Spezialisten

Dies ist ein weiterer Mythos, mit dem die IT-Branche zu kämpfen hat. Ja, der Computer ist ein untrennbarer Bestandteil der Arbeit eines jeden Informatikers oder Programmierers. Es gibt Projekte, die die Entwicklung komplexer Algorithmen und Codes erfordern, für deren Erstellung man stundenlang vor dem Computer sitzt. Es gibt aber auch Spezialisten in der IT-Branche, die einen ganz anderen Aufgabenbereich haben. Geschäftsreisen im In- und Ausland, Treffen mit Kunden, Durchführung von Schulungen und Workshops sind nur einige Beispiele dafür. Es hängt alles von der Position und der Einstellung ab. Die Mitarbeiter von Hicron verbringen zum Beispiel viel Zeit mit Reisen und teilen ihr Wissen mit Kunden oder SAP-Interessierten.

3. Informatik ist nur etwas für Introvertierte

Der wahrscheinlich größte Unsinn der heutigen Klatschportale! In der IT-Branche sind die gleichen Menschen beschäftigt wie in jedem anderen Wirtschaftszweig auch. Menschen, die offen oder verschlossen sind, Vulkane voller Energie, Analytiker, Choleriker, Introvertierte oder Extrovertierte. Es ist für jeden etwas Interessantes dabei. Es versteht sich jedoch von selbst, dass IT-Fachleute über kommunikative und zwischenmenschliche Fähigkeiten verfügen sollten. Das Schreiben von Code ist nur ein Teil eines umfangreicheren Projekts, an dem Experten aus verschiedenen Abteilungen des Unternehmens und externe Partner beteiligt sind. Ohne kommunikative Fähigkeiten könnte der Erfolg eines gesamten Projekts gar nicht ermöglicht werden.

4. Um Programmierer zu werden, müssen Sie ein Studium der Informatik absolviert haben

Ein weiterer Mythos, der nichts mit der Realität zu tun hat. Nicht jeder Programmierer hat einen Master-Abschluss, schon gar nicht einen mit Schwerpunkt Informatik. Natürlich können gut ausgewählte Studienfächer eine gute Möglichkeit bieten, sich das nötige Wissen anzueignen und uns auf die künftige Arbeit vorzubereiten. Doch wie bei den Studien hängt das Niveau der erworbenen Kenntnisse einzig und allein von uns und unserem Engagement ab. Mit ein bisschen Ausdauer können Sie also alles selbst lernen. Ein fantastisches Beispiel ist Steve Jobs, der kein Studium absolviert hat und dennoch niemandem vorgestellt werden muss.

5. Einmal erworbenes Wissen reicht aus

Ein Mythos, der jede Branche betrifft, der aber auch auf den IT-Sektor in hohem Maße zutrifft. Die IT-Branche ist ein Paradies für Arbeitnehmer, sie entwickelt sich ständig weiter, so dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Wettbewerb auf dem Arbeitgebermarkt ist so groß, dass man glaubt, dass der Arbeitnehmer immer ein hohes Gehalt und einen sicheren wie gemütlichen Arbeitsplatz haben wird. Im Zeitalter der allgegenwärtigen Automatisierung trifft diese Aussage nur noch bedingt zu, und Goethes Feststellung „Wer nicht vorwärts geht, der kommt zurücke!“ gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Vielzahl moderner Lösungen und Werkzeuge, die täglich auf den Markt kommen, macht es erforderlich, dass die Berater ihre Kompetenzen erweitern. Für einen potentiellen Arbeitnehmer hat dies jedoch viele Vorteile – mit Nischenkompetenzen befinden wir uns in einer besseren Verhandlungsposition bei einem Vorstellungsgespräch mit einem künftigen Arbeitgeber.

6. Einen guten Bewerber kann man mit einem hohen Gehalt locken

Geld ist zwar sehr wichtig, aber nicht der wichtigste Faktor, insbesondere für erfahrene Fachleute. Warum nicht? Untersuchungen zeigen, dass das Gehalt ab einer bestimmten Höhe keinen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat. Arbeitnehmer achten zunehmend auf das Image des Arbeitgebers, den Umfang der Verantwortung in einer bestimmten Position, die Attraktivität der durchgeführten Projekte oder die Möglichkeiten für ihre weitere berufliche Entwicklung.

Wahrscheinlich gibt es noch viele weitere Mythen über die IT-Branche. Viele von ihnen könnten potentielle Bewerber abschrecken. Es lohnt sich also, mehr über ihren Wahrheitsgehalt zu erfahren und sich davon zu überzeugen, ob die IT-Branche nicht doch der richtige Ort für Sie ist.

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Joanna Jankowska
Marketing Specialist, Hicron

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